Das Frühlingstal blüht

Der Montiggler Wald gehört zu den bedeutendsten Naturdenkmälern in unserem Land: die Montiggler Seen und einige kleinere Feuchtstandorte (z.B. Langmoos, Purzelmoos) im Montiggler Wald sind eiszeitlichen Ursprungs. Die beiden Montiggler Seen, das Frühlingstal und ca. 100 ha Wald sind als Biotope ausgewiesen. Der in der kollinen bis submontanen Höhenstufe gelegene Montiggler Wald bildet sozusagen eine „Waldinsel“ zwischen dem Obstanbaugebiet Etschtal und dem Weinland Überetsch. Die Pflanzengesellschaften reichen vom Flaumeichenbuschwald und Föhrenwald bis zum Hochwald mit Fichte und Tanne. Besonders artenreich (z. B. Buche, Kastanie, Linde, Süßkirsche) ist der in schattigen Lagen und auf nährstoffreicheren Böden wachsende Laubmischwald.
In einem Kiefernwald verborgen liegen die beiden Montiggler Seen, die bis in den Herbst hinein ein beliebtes Badeziel sind. Gleich unterhalb von dem kleinen Dörfchen Montiggl gelangt man auf dem Wanderweg nach Kaltern, bzw. ins Frühlingstal. In keinem anderen Gebiet dieser Gegend blühen zur Zeit so viele Frühlingsknotenblumen wie in der sumpfigen Mulde dieses Tales. Schöne Erlenbestände säumen das Moorwasser aus den beiden Seen. An den lichten Hängen heben sich die frischen Farben des Leberblümchens kontrastvoll vom dürren Kastanienlaub am Boden ab; dazu kommen Tausende von Schlüsselblumen. In den Hecken erscheinen Veilchen und die violett bis rot gefärbten Blütenkronen des Lungenkrautes. Im Bereich des -Forstgartens kann man bei sonnigem Wetter bereits im März die Smaragdeidechse aufscheuchen. Ein Tal das seinen Namen zu Recht verdient.

